Wasserwanderung der Klasse 3/4 mit Förster Klaus Mark  Fotos

Schwerpunkte des Unterrichtsganges:

Das Motto unseres Schulfestes lautet „Rund ums Wasser“. Im Sachunterricht wird das Thema zurzeit intensiv behandelt.
Unter fachkundiger Führung des Försters Klaus Mark unternahm die Kombiklasse 3 und 4 mit Klassenleiterin Anna Becker und Schulleiter Manfred Gorges eine Lehrwanderung zum Thema Wasser in die Meisburger Gemarkung, bei der die Kinder viel über die Bedeutung des Wassers lernten.
Das erste Ziel war das große Hochmoorgebiet in der Nähe des Waldhotels „Schafbrück“.
Moorgebiete haben für einen intakten Naturraum eine große Bedeutung. Der Waldboden saugt das Regenwasser wie ein Schwamm auf. Auf seinem langsamen Weg durch die Bodenschichten wird das Wasser gefiltert und gereinigt. Es gelangt dann als reines Trinkwasser in Bäche, Quellen und ins Grundwasser.
Dies dauert aber viel langsamer als in waldlosen Gebieten. Der Wald ist also ein riesiger Süßwasser-Speicher und für die Trinkwassergewinnung von enormer Bedeutung. Sogar an der Mosel wird kostbares Trinkwasser aus dem Meisburger Hochmoor verbraucht.
Unter Anleitung von Förster Klaus Mark bauten die Kinder verschiedene Wurzeltypen nach und ihnen wurde einsichtig wie die verschiedenen Baumarten das Wasser unterschiedlicher Bodenschichten nutzen. Experimente zeigten wie fester Boden Wasser überhaupt nicht aufnimmt, sondern einfach ablaufen lässt und im Gegensatz Moorboden, bzw. moosbedeckter Boden, das gesamte Wasser aufsaugt. Eine Hand voll Moos konnte einen ganzen Liter Wasser aufnehmen.
Nach der Frühstückspause ging es des Schafbachs entlang zur Schneidemühle. Die Lohsalm weist Trinkwasserqualität auf, das zeigte Herr Mark an einem Stein aus dem Bach, der mit Flusskrebsen bedeckt war, ein Beweis für beste Wasserqualität.
An der Schneidemühle wartete Besitzerin Frau Flucke schon auf die Gruppe und überraschte alle mit einem leckeren Eis. Sie zeigte den Wanderern das riesige Wasserrad, angetrieben durch das Wasser der Lohsalm aus dem Hochmoor. Dank des Hochmoores und auch des porösen Buntsandsteins unter dem Moorboden, gibt es auch in trockenen Sommern keinen Wassermangel. Ein altes Sägewerk, dessen Funktion Herr Flucke der Gruppe erklärte, wird durch dieses große Wasserrad angetrieben. Es ist das einzige des Rheinlandes und der Eifel, das heute noch erhalten ist. Der Sägebetrieb läuft aber nur noch selten. In der meisten Zeit wird mit Hilfe der Wasserkraft umweltfreundlicher Strom erzeugt.
Die Kinder haben an diesem Tag vor Ort viel über das Wasser gelernt.
Vielen Dank an Förster Klaus Mark und seinen Assistenten Julian und Familie Flucke für diesen schönen Tag.

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