Verpflegungskonzept der Grundschule Wallenborn 

1.   Einleitung, Ziele und Zielgruppen

Die Gesundheit unserer Grundschulkinder liegt uns sehr am Herzen. Denn die Leistungsfähigkeit und die Konzentration der Kinder werden durch eine gesunde Ernährungsweise und ausreichendes Trinken gesteigert.

Die Schule hat einen großen Einfluss auf das Ernährungs- und Bildungsverhalten und damit auch auf den Gesundheitszustand der Kinder. Hier können sie das Wissen über den richtigen Umgang mit Essen erlernen. Zudem erfahren sie meist das gemeinsame Essen mit Freunden/Klassenkameraden als Erlebnis.

Die gesamte Schulverpflegung trägt zur Förderung der geistigen und körperlichen Entwicklung bei.

Aus diesen Gründen sind wir an der Grundschule Wallenborn dazu bestrebt gute Rahmenbedingungen für die gesundheitliche Entwicklung der SchülerInnen zu schaffen und wollen ihnen ein Bewusstsein für gesunde Ernährung bzw. eine gesunde Lebensweise vermitteln. In diesem Zusammenhang haben wir die Gesundheitsförderung in unserem Leitbild der Grundschule aufgeführt. Drei dieser Leitlinien, die diesen Schwerpunkt betreffen, lauten:

·         An unserer Schule sollen die Kinder an eine gesunde Lebensweise herangeführt werden.

·         An unserer Schule sollen die Kinder vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Unterricht und in der Pause erhalten.

·         An unserer Schule sollen die Kinder geeignete Formen des sozialen Umgangs miteinander kennenlernen und einüben.

Die Teilnahme am Qualifizierungsprozess für die Mittagsverpflegung in Schulen von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung verbessert die Umsetzung diese Leitlinien.

Ein wichtiger Bestandteil in diesem Prozess ist die Erstellung eines ausgewogenen Verpflegungskonzeptes, bei dem sowohl Schüler, Eltern, Betreuungskräfte, als auch Lehrer mitgestalten können. Dieses soll folgende wichtige Ziele erfüllen:

·         Alle Beteiligten werden über die Schulverpflegung informiert.

·         Das Konzept fungiert als Grundlage bei der Einweisung neuer Mitarbeiter.

·         Alle Mitglieder unserer Schulgemeinschaft haben täglich die Möglichkeit auf ein gesundes, schmackhaftes, ausgewogenes und preisgünstiges Mittagessen in gemütlicher Atmosphäre.

·         Das Bewusstsein für gesundes Essen soll verbessert werden.

·         Eine vollwertige Mittags- und Zwischenverpflegung nach DGE-Standards soll realisiert werden.


2.   Erläuterungen zum Verpflegungssystem

2.1              Allgemeine Angaben zur Einrichtung

Zurzeit besuchen 40 Kinder unsere Schule. Der Unterricht findet von 8:15 – 12:15 (Klasse 1/2) bzw. bis 13:15 (Klasse 3/4) in zwei kombinierten Klassen statt. Etwa 12 von ihnen nutzen die Mittagsbetreuung. Manche davon täglich, manche nur an 1 oder 2 Tagen in der Woche und manche nach Bedarf.

2.2              Das tägliche Pausenfrühstück

Täglich findet nach der ersten Unterrichtsstunde in beiden Klassen ein gemeinsames Frühstück von 10 Minuten statt. Einmal in der Woche wird das Frühstück mit regionalem und frischem Obst ergänzt (à Teilnahme am Schulobstprogramm). Zudem nimmt die Schule am Schulmilchprogramm teil, so dass den SchülerInnen täglich Schulmilch zur Verfügung steht.

2.3              Organisation, Ablauf und Rahmenbedingungen der Mittagsverpflegung

Das Betreuungsangebot umfasst den Zeitraum von 12:20 bis 13:10 (Frühbetreuung) bzw. den Zeitraum von 12:10 bis 16:30 von montags bis freitags. Die über Mittag betreuten Kinder erhalten eine preiswerte, gesunde Mahlzeit mit Speisen, die die Kinder mögen. Der zeitliche und organisatorische Rahmen gestaltet sich wie folgt:

§  12.20 Uhr – 13.15 Uhr Frühbetreuung (einschl. Tische stellen, Tische decken, ...)

§  13.15 Uhr – 14.15 Uhr gemeinsames Mittagessen

§  14.15 Uhr – 15.15 Uhr Hausaufgabenbetreuung

§  15.15 Uhr – 16.30 Uhr wechselnde Angebote (z. B. Spiele in der Turnhalle, Tonarbeiten, Dekoration, Kneten, Origami, Ballspiele, etc.)

§  ab 16.30 Uhr Abfahrt Bus an der Schule

Die Ausgabe der täglichen Mahlzeiten erfolgt in einem ausreichend großem Speiseraum, der sich ebenfalls im Schulgebäude befindet. Eine der beiden Betreuungskräfte hat diesen zuvor für das Essen vorbereitet und den Tisch gedeckt. Die Kinder holen selbstständig ihr Essen an der Ausgabe ab.

Im Rahmen des pädagogischen Konzepts beginnen alle teilnehmenden Kinder gemeinsam und werden mit in den Ablauf eingebunden. Sie räumen ihr Essgeschirr selbstständig ab und geben die Reste in den Müll. Nach einem rotierenden System wird der Tisch von ihnen gesäubert, abgedeckt bzw. die Tische zurückgestellt. Anschließend wird das Essen von jedem Teilnehmer mit Hilfe eines Smiley-Systems bewertet.

Für das Einnehmen der Mahlzeiten haben sie 60 Minuten Zeit. Diese reicht aus, um in Ruhe und in schöner Atmosphäre zu essen und sich mit den Klassenkameraden auszutauschen.

Der kindgerecht gestaltete Essensraum sowie die Tischdeko werden von den SchülerInnen im Rahmen der Mittagsangebote selbst gestaltet und verschönert.

2.4 Verpflegungsangebot

Das Essen entspricht den Qualitätsstandards der DGE (Deutschen Gesellschaft für Ernährung). Jeden Tag gibt es entweder Gemüse oder Salat bzw. Rohkost. Einmal in der Woche wird Fisch und höchstens zweimal pro Woche Fleisch angeboten.

Der wöchentlich wechselnde Speiseplan ist online einsehbar und hängt zudem in der Schule aus. Darin werden alle Zusatzstoffe und Allergene gekennzeichnet. Die SchülerInnen erhalten ein warmes, frisch zubereitetes und ausgewogenes Mittagessen, bestehend aus einer Hauptspeise und einem Dessert. Als Getränk wird immer Mineralwasser angeboten.

Das Mittagessen wird täglich frisch von der Hauswirtschaftskraft der Kindertagesstätte Oberstadtfeld unter Berücksichtigung der hygienerechtlichen Bestimmungen zubereitet und für den Transport vorbereitet und mittels entsprechend vorgehaltenen Warmhalteboxen von den Betreuungskräften zur Schule gebracht. Nach Betreuungsende wird das Schmutzgeschirr für die Reinigung wieder dort abgegeben.

Der Einkauf der Lebensmittel erfolgt auf der Grundlage der verbindlich vorliegenden Anmeldungen zum Nachmittagsbesuch durch die Hauswirtschaftskraft.      An jedem Morgen werden die am Mittagessen teilnehmenden Schüler erfasst, um Lebensmittelreste zu vermeiden.

3.   Pädagogisches Konzept

Die gesunde Ernährung ist als ein fester Bestandteil in unserem Leitbild der Grundschule verankert. Durch folgende ernährungsbildende Maßnahmen und wiederkehrende Projekte soll das Wissen und Bewusstsein für gesunde Ernährung weiterhin vermittelt, gefördert und erweitert werden:

·         Teilnahme am Projekt ABC der Lebensmittel (immer wiederkehrendes Projekt umfasst alle 4 Jahrgangsstufen)

·         einmal im Jahr Zubereitung eines gesunden Frühstücks unter Anleitung einer Ernährungsberaterin (im Wechsel milag oder AOK)

·         Einrichten verschiedener Motto- / Aktionstage (z. B. Apfeltag, Kürbistag, etc.) in Zusammenarbeit mit den Eltern und Küche (Speiseplan greift Motto auf und bietet bspw. Apfelgerichte an)

·         weiterhin Teilnahme am Schulobst- und Schulmilchprogramm

·         Anbringen der AID-Ernährungspyramide in beiden Klassenräumen und im Speiseraum (als ernährungsbildende Grundlage)

Darüber hinaus sind uns folgende unterstützende, allgemeine Maßnahmen wichtig:

·         Förderung der Schülerbeteiligung und Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein und Sauberkeit:

- vormittags: Einrichten verschiedener Dienste (z. B. Schulobstdienst, Milchdienst, Spüldienst)

- mittags: Tische säubern, abräumen, etc.

- vormittags/mittags: Erstellen von Essens- und Tischregeln

- SchülerInnen werden in die Gestaltung der Essensräume einbezogen (z. B. Basteln saisonaler Tischdekorationen im Essensraum)

·         sowohl das Frühstück als auch das Mittagessen wird gemeinsam in ruhiger Atmosphäre eingenommen, dabei werden die erarbeiteten Tisch- und Essensregeln eingehalten

4.   Kommunikation, Zusammenarbeit und Qualitätssicherung

Ein- bis zweimal jährlich findet ein so genannter runder Tisch mit allen Beteiligten (Leitung, Lehrkräfte, Verpflegungsbeauftrage, Elternvertreter, Schülervertreter, Betreuungskräfte sowie ggf. Hauswirtschafterin) statt. Diese nehmen an einem Probeessen teil und bewerten die Qualität des Essens (ggf. Rückmeldung an die Hauswirtschafterin). In diesem Rahmen können dann auch weitere Ideen oder Vorschläge zur Verbesserung des schulischen Verpflegungskonzeptes besprochen werden.

Um dauerhaft Transparenz zu schaffen, wird der Speiseplan weiterhin online gestellt und im Schulgebäude ausgehängt.

Das Verpflegungskonzept wird den Eltern online zur Verfügung gestellt. Zudem werden diese im Rahmen der jährlich stattfindenden Elternabende über gesundes Frühstück informiert und beraten.

Alle teilnehmenden SchülerInnen werden in die Gestaltung des Essensraumes sowie bei der Speiseplanung bzw. -auswahl einbezogen (einmal monatlich werden ihre Wunschspeisen erfragt und an die Köchin weitergereicht, tägliche Essensbewertung). Regelmäßige Schülerbefragungen zur Mittagsverpflegung durchgeführt (Zielgruppenbefragung) und diese im Rahmen des runden Tisches ausgewertet. Dies soll zur weiteren Akzeptanz und Verbesserung der Schulverpflegung beitragen.

Auch weiterhin soll das Konzept von allen Personen unserer Schule weiterentwickelt werden, um den hohen Stellenwert und die Qualität unseres Essensangebotes zu erhalten und weiter zu verbessern. In diesem Zusammenhang findet 1-2 Mal jährlich ein runder Tisch statt. 

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